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Borthen

Die erste urkundliche Erwähnung von Großborthen als "villa Borrenthin major" ist für das Jahr 1286 nachgewiesen. Daneben existiert Klein-Borthen, der Standort des gleichnamigen Rittergutes, dessen altes Ritterhaus - 1543 unter Hans Christoff von Bernstein erbaut- erhalten geblieben ist. (Beide Borthen wurden erst 1936 zu einer Verwaltungseinheit zusammengeschlossen.)

13 Bauern und 2 Gärtner mit insgesamt 13 Hufen Land wohnen 1555 in Groß-Borthen. 1840 gibt es in Groß-Borthen 20 Güter und Häuser mit 138 Konsumenten. 1900 werden in Groß-Borthen 206 und in Klein-Borthen 101 Einwohner gezählt.

Im Zuge der Bodenreform werden 1945 über 20 Neubauernstellen errichtet, deren Besitzer sich 1952/53 zur LPG "Vorwärts" Borthen zusammenschließen.

Dort wird ab 1957 mit dem Plantagenobstbau begonnen und damit der Grundstock dafür gelegt, dass sich Borthen zu einem Zentrum des Obstbaus entwickelt.1975 wird das erste Blütenfest veranstaltet. 1978 erfolgt die Gründung des Volkseigenen Gutes (VEG) Obstproduktion Borthen, nach dessen "Abwicklung" mehrere private Obstbaubetriebe entstehen, die in der "Erzeugergemeinschaft Borthener Obst" mit Sitz in Röhrsdorf zusammenwirken.

1993 wird Borthen Ortsteil der "Einheitsgemeinde Röhrsdorf', die 1999 ihrerseits in die Stadt Dohna eingemeindet wird. Der Dorfkern von Großborthen stellt einen gut erhaltenen slawischen Rundling dar.